Umweltorganisationen stehen Chip Tuning kritisch
gegenüber
Natürlich haben die Umweltaktivisten von Greenpeace nicht ganz unrecht, wenn sie die Glorifizierung des
Automobils als Statussymbol anprangern und in diesem Zusammenhang auf die Verschwendungssucht hinweisen. So werden
zum Teil immer noch Autos gebaut, die ordentlich Spritdurst haben, obwohl nun schon längst die Stunde geschlagen
hat, da Sparsamkeit ein oberstes Gebot sein sollte. Entsprechend skeptisch stehen die Umweltaktivisten auch der
Frage des Tunings gegenüber. Bereits seit den 70ern tüfteln die Menschen bisweilen gerne an ihren Autos umher, um
ihnen noch den einen oder anderen PS zu entlocken. Dass dies oft auf Kosten des Verbrauchs und der
Umweltverträglichkeit geschehen ist, steht außer Frage. Doch was man bei Greenpeace gern übersieht, ist die
Tatsache, dass heute auch ein recht effizientes Tuning möglich ist, ohne dass dadurch nennenswert mehr Verbrauch
entsteht.
Und zwar bietet Chip Tuning die Möglichkeit, den Motor, ohne diesen an sich zu verändern, zu mehr Leistung
zu konfigurieren. Dies geschieht über eine filigrane Manipulation der elektronischen Motorsteuerung, die in
einem Chip abgespeichert ist. Auf diesem Wege kann man den Motor zu effizienterer Fahrleistung bei
geringfügig höherer Verbrennung trimmen. Wer dabei professionell vorgeht, wird sich stets im Rahmen der
gesetzlich vertretbaren Abgaswerte bewegen. Jedoch kann man ein Chip Tuning auch im Sinne von Greenpeace
umsetzen. Und zwar spricht man vom sogenannten Eco-Tuning, wenn ein Motor zu mehr Sparsamkeit optimiert wird.
Dabei wird eine Verbrauchsminimierung des Kraftstoffs ermöglicht. Denn in der Tat ist es leider so, dass die
Autohersteller nur selten das tatsächliche Sparpotenzial ihrer Wagen voll ausschöpfen.
Mittlerweile lassen sich an nahezu allen Autos im Sinne des Chip Tunings verschiedene Optimierungen vornehmen.
Dies ist vor allem durch die Vielzahl der Anbieter bedingt. Und dass darunter in jedem Fall die Umwelt zu leiden
hätte, ist schlicht und ergreifend nicht wahr. Das hängt viel mehr von dem ab, was dem Nutzer vorschwebt. Ein Chip
Tuning lässt sich durchaus zum Nutzen der Umwelt umsetzen. Alles eine Frage der eigenen Bescheidenheit. Da gibt es
sicherlich dringlichere Missstände in der Welt, die zum Problem der Erwärmung erheblich mehr beitragen. Und
überdies sind Aufrüstungen an Fahrzeugen wie einem Smart wohl kaum der Rede wert. Damit ein Smart Tuning umweltschädliche Konsequenzen nach sich zieht, muss man wohl mit einem Smart eine
Schnecke überfahren, damit von irgendeinem objektiven Umweltschaden die Rede sein kann.
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